Man reibt sich verwundert die Augen, wenn man bedenkt, dass sich früher vom Berliner Tor bis nach Bergedorf einen Dünenlandschaft erstreckte. Heute ist diese Landschaft zwar deutlich kleiner geworden. Trotzdem sind die Boberger Dünen ein beliebtes Ausflugsziel, um mitten in Hamburg ein bisschen Fernweh zu entwickeln.
Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Dünen nach und nach immer weiter abgetragen. Die Gründe waren Bauzwecke und Geländeebnungen, denen die traumhaft schöne Landschaft weichen sollte. Im Jahr 1927 sollten die Dünen dann eigentlich vollständig verschwinden, doch das Vorhaben scheiterte daran, dass man sich nicht auf einen Sandpreis einigen konnte. So blieben die Dünen unberührt und sind daher bis heute erhalten.
Es Ist die Mischung aus Dünen- und Heidelandschaft, die den besonderen Reiz der Boberger Dünen ausmacht. Hamburgs letzte Wanderdüne beherbergt inzwischen zahlreiche Kleintiere, Pflanzen und Insektenarten. Natürlich wird das Naturschutzgebiet auch von vielen Spaziergängern besucht. Darüber hinaus befindet sich inmitten der Dünenlandschaft der Segelflugplatz. Wenn man Glück hat, kann man startende oder landende Segelflieger aus nächster Nähe beobachten.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man die Boberger Dünen über die U2 bis zur Station Mümmelmannsberg, weiter geht es mit der Buslinie 12 bis zu der Haltestelle Boberg oder Schulredder. Mit dem Auto biegt man von der Bergedorfer Straße in die Straße Schulredder oder die Boberger Furt ab. Vom Parkplatz aus kann man die gesamte Spazierstrecke in ca. 1,5 Stunden schaffen. Hunde sind übrigens in den Boberger Dünen nicht verboten, sie müssen aber angeleint werden.
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